Ein Außengerät an der Hauswand stört optisch, und die üblichen Antworten darauf stören die Luftführung. Wer eine Einhausung baut, baut ein Bauteil, das Luft durchlassen, Schall abschirmen, Kondensat abführen und sich für die Wartung öffnen muss. Alle vier Anforderungen widersprechen sich an mindestens einer Stelle, und der Widerspruch wird auf der Baustelle entschieden. Falsch gebaut kostet die Einhausung nicht die Optik, sondern die Leistung des Geräts an genau den kalten Tagen, an denen sie gebraucht wird.

Welchen Luftraum braucht das Außengerät ringsum?
Gebraucht wird freier Raum auf der Ansaug- und auf der Ausblasseite, und zwar in der Größenordnung, die das Gerät selbst vorgibt. Herstellerangaben nennen seitlich und hinter dem Gerät von 0,3 bis 1,0 Metern, vor dem Ausblas von 1,0 bis 3,0 Metern freien Weg.
Diese Maße sind keine Montagehilfe, sondern eine Leistungsangabe. Das Gerät bewegt mehrere Tausend Kubikmeter Luft in der Stunde, und jede Verengung erzeugt Druckverlust. Der Ventilator arbeitet dann gegen seine eigene Einhausung.
Der schwerwiegendere Fehler ist der Kurzschluss im Luftweg. Steht eine geschlossene Wand zu dicht vor dem Ausblas, kommt die abgekühlte Luft im Winter zurück zur Ansaugseite, und das Gerät taut früher und häufiger ab. Die Leistung bricht dabei genau dann ein, wenn die Außentemperatur sie am meisten verlangt.
Welche Maße gelten, entscheidet nicht die Erfahrung mit einem anderen Gerät, sondern das Datenblatt des eingebauten Modells.
Wie wird die Einhausung luftdurchlässig gebaut?
Gebaut wird sie als offene Konstruktion mit tragendem Rahmen und loser Bekleidung, nicht als Kasten mit Lüftungsöffnungen. Bewährt haben sich senkrechte oder waagerechte Latten mit durchgehendem Spalt, bei denen die freie Querschnittsfläche einer Seite mindestens die Hälfte der Fläche beträgt.
Offen bleiben dabei immer die Ansaugseite und die Ausblasseite. Die geschlossenen Seiten übernehmen die Sichtabschirmung und können massiv ausgeführt werden, solange sie nicht im Luftweg stehen. Eine Einhausung mit vier gleich dichten Seiten ist kein Sichtschutz, sondern ein Widerstand.
Der Deckel verlangt eine eigene Entscheidung. Eine geschlossene Platte über dem Gerät hält Laub und Schnee ab, staut aber Wärme im Sommer und Nebel im Winter. Übliche Ausführung ist eine aufgelöste Deckfläche mit Abstand zum Gerät.
Ausführung: Die Lattung mit Spalt wird vor der Montage am Boden ausgelegt und die freie Fläche abgezählt, nicht geschätzt. Latten mit Schattenfuge sehen von vorne geschlossen aus und lassen Luft durch, massive Bretter Stoß an Stoß sehen gleich aus und tun es nicht.
Was oben an Luft durchgeht, trägt unten das Fundament, und dort entscheidet sich der Schallweg.
Welches Fundament trägt das Gerät entkoppelt?
Getragen wird das Gerät von einem eigenen Fundament, das von der Hauswand und von der Einhausung getrennt ist. Übliche Ausführung ist ein frostfrei gegründeter Streifen aus Beton, darauf Elastomerlager und erst darauf die Gerätekonsole.
Die Trennung ist der ganze Zweck. Ein Gerät, das direkt mit der Hauswand verschraubt ist, überträgt seine Betriebsfrequenz als Körperschall in den Baukörper, und dieser Schall ist im Haus deutlicher wahrnehmbar als das Betriebsgeräusch von draußen. Starr angeschraubte Konsolen sind der häufigste Grund für Beschwerden aus dem eigenen Schlafzimmer.
Die Gründungstiefe folgt der Frostfreiheit. In der Praxis wird von 0,8 bis 1,0 Metern gegründet, je nach Region und Bodenart, weil ein hebender Boden die Entkopplung über die Jahre verzieht. Ein auf Gehwegplatten gestelltes Gerät steht nach dem dritten Winter schief.
Ausführung: Die Einhausung erhält ihre eigenen Auflager und berührt das Gerät an keiner Stelle. Ein Spalt von mindestens zwei Zentimetern zwischen Gerätegehäuse und Bekleidung bleibt überall frei, auch nachdem sich das Holz gesetzt hat.
Dass ein Bauteil am Gebäude in einer festen Reihenfolge entsteht, vom aufgemessenen Untergrund bis zur Übergabe, zeigt der Beitrag zum Ablauf einer Anlagenmontage im Bestand.
Unter dem Gerät sammelt sich Wasser, und das muss weg, bevor es gefriert.
Wie wird das Kondensat vom Fundament weggeführt?
Weggeführt wird es unter der Gerätewanne nach unten in ein Kiesbett oder eine Sickerleitung, frostfrei und mit Gefälle. Herstellerangaben nennen im Abtaubetrieb Mengen bis zu rund 30 Litern am Tag, und diese Menge fällt genau dann an, wenn es draußen friert.
Der häufigste Fehler ist ein geschlossener Boden unter dem Gerät. Steht die Einhausung auf einer betonierten Fläche ohne Ablauf, friert das Kondensat zu einer Eisplatte bis an den Verdampfer. Danach taut das Gerät nicht mehr frei, und der Abtauzyklus läuft ins Leere.
Die Leitung selbst braucht Tiefe. Eine Kondensatleitung dicht unter der Oberfläche friert zu, deshalb geht sie frostfrei nach unten. Ein Kiesbett mit Vlies gegen Einschlämmen ist die einfachste belastbare Ausführung.
Dazu kommt der Spritzschutz. Wasser, das vom Fundament an die Hauswand spritzt, belastet den Sockel dauerhaft, und ein schmaler Kiesstreifen nimmt das auf. Die Kondensatableitung bleibt dauerhaft zugänglich, weil sie sich mit Laub und Schlamm zusetzt. Wie stark der Standort über die Standzeit eines Geräts mit Leistungselektronik entscheidet, beschreibt der Beitrag zu den kurzlebigen Bauteilen einer Anlage.
Mit dem Wasser ist das Bauteil funktionsfähig. Nachbarschaftlich entscheidet der Schall.
Welche Schallwerte verlangt die TA Lärm am Nachbargrundstück?
Maßgeblich ist der Immissionsrichtwert am nächsten fremden Wohnhaus, nicht der Schallleistungspegel des Geräts. Die TA Lärm nennt für allgemeine Wohngebiete 55 dB(A) am Tag und 40 dB(A) in der Nacht, für reine Wohngebiete 50 dB(A) und 35 dB(A) (TA Lärm Nr. 6.1).
Der Nachtwert ist der kritische. Eine Wärmepumpe läuft in der Heizperiode durch, und in der Nacht liegt der Richtwert um 15 dB(A) unter dem Tagwert. Wer nach dem Tagwert plant, baut eine Anlage, die ab 22 Uhr nicht mehr betrieben werden darf.
Zwischen Schallleistungspegel am Gerät und Immissionspegel am Nachbarhaus liegt die Abstandsdämpfung. Mit jeder Verdopplung des Abstands sinkt der Pegel um etwa 6 dB(A), weshalb ein um wenige Meter verschobener Standort mehr bringt als jede Bekleidung.
Reflexionen arbeiten dagegen. Ein Gerät in einer Innenecke aus zwei Hauswänden strahlt in einen Viertelraum statt in einen Halbraum, und der Pegel steigt dadurch messbar an. Freie Wandflächen sind dem Eck deshalb vorzuziehen.
Was die Einhausung selbst zum Schallschutz beiträgt, hängt an ihrer Bauart und nicht an ihrer Dichtheit.
Welche Bauteile der Einhausung senken den Schallpegel?
Gesenkt wird der Pegel durch Masse in der Sichtlinie und durch Umlenkung des Luftwegs, nicht durch Abdichten. Eine massive Platte auf der Seite zum Nachbargrundstück wirkt als Schallschirm, solange Ansaug und Ausblas frei bleiben und die Platte höher als das Gerät steht.
Innen belegte Flächen helfen weiter. Eine offenporige, feuchteunempfindliche Auflage auf den geschlossenen Innenseiten nimmt Reflexionen auf. Dämmstoff im Luftweg dagegen ist ein Widerstand und kein Schallschutz.
Welchen Grenzabstand hält die Einhausung ein?
Eingehalten wird der Abstand, den die Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes für Anlagen in der Abstandsfläche vorschreibt. Die Regelungen unterscheiden sich nach Höhe, Länge und Art des Bauteils. Eine Einhausung kann als bauliche Anlage gelten, auch wenn das Gerät darin es nicht wäre.
Das hat zwei Folgen für die Planung. Die Einhausung kann aus einem genehmigungsfreien Gerät ein genehmigungspflichtiges Bauteil machen, und sie kann eine Grenzbebauung erzeugen, die vorher nicht bestand. Beides wird vor dem Aufbau geklärt und nicht nach der Beschwerde.
Der Schallschutz zieht in dieselbe Richtung. Wo der Abstand zum Nachbarhaus die stärkste Wirkung hat, ist die Grenze der schlechteste Platz, auch wenn dort optisch der meiste Raum frei bleibt. Die Standortwahl ist deshalb zuerst eine Abstandsfrage und erst danach eine Gestaltungsfrage.
Wie eine ähnliche Abstimmung zwischen Bauteil, Elektroanschluss und Abnahme im Innenraum aussieht, zeigt der Beitrag zum Einbau einer Kabine in den Bestand.
Steht der Platz fest, bleibt die Frage, wie das Gerät darin erreichbar bleibt.
Woran erkennt die Abnahme eine wartungsfähige Einhausung?
Die Abnahme prüft, ob sich das Gerät ohne Werkzeug erreichen lässt. Mindestens eine Seite oder der Deckel muss sich öffnen oder abnehmen lassen, und die Serviceseite mit Anschlüssen, Filter und Elektrik braucht genug Raum für eine Person mit Messgerät.
Geprüft werden dabei vier Punkte am Bauteil: die freien Abstände nach Datenblatt an Ansaug und Ausblas, der durchgehende Spalt zwischen Gerät und Bekleidung, die offene Kondensatableitung und die Entkopplung zwischen Fundament, Gerät und Einhausung. Jeder dieser Punkte gehört ins Protokoll, weil sich jeder von ihnen später verändern kann.
Die Schallprognose gehört zu den Unterlagen. Sie rechnet vom Schallleistungspegel aus dem Datenblatt über Abstand, Reflexion und Abschirmung auf den Immissionsort und weist den Nachtwert aus. Ohne diese Rechnung lässt sich bei einer späteren Beschwerde nicht zeigen, dass die Anlage den Richtwert einhält.
Ein letzter Punkt fällt bei der Abnahme auf, wenn man darauf achtet: ob die Einhausung beim Rückbau wieder abgeht, ohne das Fundament oder die Hauswand zu beschädigen. Verschraubte Rahmen auf eigenen Auflagern erfüllen das, in den Sockel eingeklebte Platten nicht, und am Ende der Gerätelebensdauer wird genau das gebraucht.