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Strom selbst erzeugen durch Photovoltaik

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Strom selbst erzeugen durch Photovoltaik

Photovoltaikanlagen sind ein wichtiges Instrument für den Umweltschutz und die Unabhängigkeit von konventionellen Energiequellen und stehen im Fokus vieler Haushalte und Unternehmen. Sie bietet ökonomische und ökologische Vorteile, die durch das kürzlich in Kraft getretene EEG 2023 noch verstärkt werden.

In diesem Artikel beleuchten wir die Gründe für eine Photovoltaikanlage, ihre ökonomischen und ökologischen Vorteile, die möglichen Stromerzeugungskapazitäten auf dem Dach und die Aspekte, die bei der Entscheidung für eine Anlage zu berücksichtigen sind.

Gründe für die Entscheidung zur Photovoltaikanlage

Die Gründe für eine Photovoltaikanlage liegen in der eigenen Stromerzeugung und dem eigenen Stromverbrauch, um sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile zu erzielen. Photovoltaikanlagen ermöglichen es, den eigenen Strombedarf zu decken und damit das Klima zu schonen, indem die Abhängigkeit von Kohle-, Atom- und Gasstrom reduziert wird.

Dies reduziert den Strombezug vom Netzbetreiber und trägt zur Unabhängigkeit von der Preisgestaltung des Stromversorgers bei. Einnahmen durch Einspeisevergütung und Überschusseinspeisung fördern zudem die Amortisation der Anlage. Somit wird nicht nur eine alternative Stromquelle für das eigene Haus geschaffen, sondern auch ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet und mögliche Einnahmen durch den Verkauf von Überschussstrom generiert.

Hervorzuheben ist, dass der Hauptanreiz nicht mehr primär im Verkauf des erzeugten Stroms liegt, sondern in der generellen Motivation, eine nachhaltige und wirtschaftlich sinnvolle Energiequelle zu nutzen.

Was spricht für die Stromerzeugung durch eine PV-Anlage?

Für die Stromerzeugung mit einer Photovoltaikanlage sprechen ökonomische, ökologische und regulatorische Vorteile. Zum einen kann mit einer Photovoltaikanlage Strom zu einem günstigeren Preis pro Kilowattstunde selbst erzeugt werden, der Unterschied zum Preis des Stromversorgers liegt mittlerweile bei rund 30 Cent pro Kilowattstunde.

Ab Juli 2022 können Besitzer einer neuen PV-Anlage ihren Solarstrom zudem ohne zusätzliche Abgaben frei verbrauchen, denn mit dem EEG 2023 entfällt die EEG-Umlage komplett. Zudem steigert eine solche Anlage den Wert der Immobilie. Aus ökologischer Sicht schont die Produktion von eigenem Solarstrom die Umwelt. Nach etwa zwanzig Betriebsjahren erzeugt eine PV-Anlage mehr Energie, als für die Herstellung ihrer Komponenten benötigt wurde. Zudem wird durch die verstärkte Nutzung regenerativer Energien der landschaftsschädigende Kohleabbau reduziert.

Wie viel Strom lässt sich auf meinem Dach produzieren?

Wie viel Strom auf einem Dach erzeugt werden kann, hängt von der nutzbaren Dachfläche und den verwendeten Solarmodulen ab. Auf einer Dachfläche von etwa 10 Quadratmetern kann eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1 Kilowattpeak installiert werden, was etwa 6 bis 7 Modulen entspricht.

Diese Fläche kann zwischen 950 und 1.250 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Ein Einpersonenhaushalt in Deutschland verbraucht durchschnittlich 1.000 bis 1.500 Kilowattstunden pro Jahr. Ein Beispiel: Ein 4-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von rund 4.000 kWh benötigt eine Photovoltaikanlage von 40 Quadratmetern, um diesen Verbrauch im Idealfall vollständig zu decken.

Um das Ertragspotenzial besser einschätzen zu können, empfiehlt sich die Nutzung eines Photovoltaik-Rechners, mit dem schnell ermittelt werden kann, wie viel Leistung das eigene Dach bietet und wie viel Strom pro Jahr erzeugt werden könnte.

Aufwand um den Strom selbst zu erzeugen

Strom selbst zu erzeugen ist zwar mit anfänglichem Aufwand verbunden, nach der Installation einer Photovoltaikanlage jedoch ein Kinderspiel. Einmal sicher auf einem intakten Dach montiert und zur Sonne ausgerichtet, arbeitet die Anlage über Jahre hinweg nahezu wartungsfrei. Störungen können durch Datenlogger, die den Stromertrag überwachen, erkannt werden.

Vor der Stromerzeugung ist eine umfassende Beratung durch einen örtlichen Fachbetrieb unerlässlich. Dieser prüft auch die baulichen Voraussetzungen. In der Regel sind für kleinere PV-Anlagen auf privaten Hausdächern keine zusätzlichen Genehmigungen erforderlich, es sei denn, es liegen spezielle Bebauungspläne oder Auflagen des Denkmalschutzes vor.

Vor der Installation sollte man sich Gedanken über die gewünschte Anlagengröße, die Strommenge, die Kosten und die geplante Nutzung des Solarstroms machen. Es empfiehlt sich, mehrere Angebote von Solarteuren zu vergleichen, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu erzielen.

Das EEG 2023 verändert die Photovoltaik

Das EEG 2023 hat die Bedingungen für Photovoltaikanlagen deutlich verbessert. Aufgrund außenpolitischer Spannungen und der daraus resultierenden Energiekrise sah sich die Politik gezwungen, die Abhängigkeit von ausländischen Energielieferungen, insbesondere aus Russland, zu verringern. Zu diesem Zweck wurde verstärkt auf Erneuerbare Energien gesetzt, insbesondere auf die Photovoltaik.

Mit Inkrafttreten des EEG 2023 am 30. Juli 2022 wurde die Einspeisevergütung für Anlagenbetreiber deutlich erhöht. Bei Überschusseinspeisung erhalten Anlagenbetreiber nun 8,6 Cent pro Kilowattstunde für Anlagen bis 10 kWp und 13,4 Cent bei Volleinspeisung. Ein jährlicher Wechsel zwischen diesen Modellen ist möglich.

Außerdem erlaubt das neue Gesetz den Betrieb von zwei PV-Anlagen auf einem Dach und die EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch entfällt. Damit wird Photovoltaik wirtschaftlich attraktiver. Angesichts steigender Strompreise kann durch einen höheren Eigenverbrauch und den Einsatz von Stromspeichern oder Smart-Home-Lösungen eine größere Autarkie erreicht und gleichzeitig Geld gespart werden. Trotz anfänglicher Mehrkosten für Stromspeicher zeigt sich mit steigender Einspeisevergütung und sinkenden Kosten für Speichertechnologien, dass sich die Kombination von Eigenverbrauch und Überschusseinspeisung zunehmend lohnt.

Höherer Eigenverbrauch

Eine Erhöhung des Eigenverbrauchs führt zu erheblichen Einsparungen bei den Stromkosten, insbesondere in Zeiten steigender Strompreise. Typische Eigenverbrauchsquoten in Einfamilienhäusern liegen zwischen 15 und 30 Prozent. Durch den Einsatz von Technologien wie Smart-Home-Lösungen oder Stromspeichern kann der selbst erzeugte Solarstrom gezielt für den Hausgebrauch optimiert werden. Diese Geräte steuern elektrische Anwendungen direkt mit Solarstrom und speichern Überschüsse in Batterien, wodurch der Eigenverbrauch effektiv erhöht wird.

Ohne Stromspeicher kann eine Familie mit einer 2 Kilowatt Peak PV-Anlage beispielsweise einen Eigenverbrauchsanteil von 46 Prozent erreichen. Mit einem zusätzlichen Speicher steigt dieser Wert auf 94 %. Bei der Anschaffung eines Speichers ist jedoch Vorsicht geboten, da die Stromgestehungskosten steigen können.

Laut einer Studie der HTW Berlin kann die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage mit Batteriespeicher negativ beeinflusst werden. Dennoch zeigen Trends wie die sinkenden Speicherpreise und die steigende Einspeisevergütung nach dem EEG 2023, dass sich der Eigenverbrauch in Kombination mit Überschusseinspeisung lohnen kann. Alternativ können Stromclouds als virtuelle Speicherlösungen in Betracht gezogen werden.

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