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Rossaro Bauunternehmung Aalen: Tradition seit 1879

Wer in der Region Ostwürttemberg unterwegs ist und eine frisch asphaltierte Bundesstraße unter den Reifen spürt, hat gute Chancen, auf einer Straße zu fahren, die Rossaro gebaut hat. Das Aalener Bauunternehmen ist seit über 140 Jahren fester Bestandteil der regionalen Baulandschaft, und die Geschichte dahinter ist durchaus bemerkenswert. Nicht viele Firmen schaffen es, von der Eisenbahnbaustelle des 19. Jahrhunderts bis zum Großprojekt Stuttgart 21 eine ununterbrochene Linie zu ziehen.

Von der Eisenbahn zum Straßenbau: Eine Familiengeschichte über vier Generationen

Alles begann 1879, als Antonio Rossaro den Grundstein für das Unternehmen legte. Belegt ist die Gründung durch ein Zeugnis aus eben jenem Jahr, das Arbeiten am Eisenbahnbau zwischen Eppingen und Schweigern dokumentiert. Schienen verlegen statt Straßen bauen, das war der Anfang. Was damals als Handwerksbetrieb startete, ist heute eine mittelständische Baugruppe mit fast 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von mehr als 40 Millionen Euro.

Heute wird das Unternehmen in der vierten Generation von Carl-Utz und Ulrich Rossaro geleitet. Vier Generationen, eine Firma, ein Standort. Das ist in der Baubranche, die von Fusionen, Insolvenzen und Konzernübernahmen geprägt ist, alles andere als selbstverständlich.

Was Rossaro eigentlich baut: Straßen, Brücken und mehr

Der geografische Schwerpunkt ist klar definiert: Bund-, Landes- und Kreisstraßen im Umkreis von rund 100 Kilometern um Aalen. Das klingt zunächst überschaubar, deckt aber eine beachtliche Fläche des süddeutschen Raums ab. Zum Leistungsspektrum gehören neben dem klassischen Asphaltbau auch Erdbau, Brückenbau und Hochwasserschutz. Gerade letzterer Bereich gewinnt angesichts zunehmender Starkregenereignisse an Bedeutung, was Rossaro in einer strategisch interessanten Position belässt.

Ein konkretes Beispiel für laufende Projekte: der vierspurige Ausbau der B29 zwischen Essingen und Aalen. Wer diese Strecke kennt, weiß, wie relevant dieser Ausbau für den täglichen Pendlerverkehr in der Region ist. Rossaro ist dort aktiv beteiligt, ebenso wie beim 4-streifigen Ausbau weiterer Abschnitte in der Region.

Ingenieurbau als Kernkompetenz

Neben dem Straßenbau ist Rossaro auch im Ingenieurbau aktiv. Kläranlagen, Brückenbauwerke und Hochwasserschutzmaßnahmen erfordern ein ganz anderes Know-how als das Asphaltieren einer Landstraße. Hier zeigt sich, dass das Unternehmen nicht einfach ein reiner Straßenbauer ist, sondern ein breites bautechnisches Fundament aufgebaut hat. Wer mehr über das aktuelle Leistungsportfolio erfahren möchte, findet auf https://www.rossaro.de/ eine ausführliche Übersicht der Tätigkeitsbereiche und laufenden Projekte.

Die Rossaro Baugruppe: Fünf Standbeine, eine Strategie

Rossaro ist mehr als ein einzelnes Bauunternehmen. Die Rossaro Baugruppe operiert im süddeutschen Raum mit fünf verschiedenen Schwerpunktbereichen, die jeweils über rechtlich eigenständige Tochtergesellschaften abgewickelt werden. Das ist ein kluger Ansatz: Jede Sparte kann sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, ohne durch Quersubventionen oder unternehmensinterne Konkurrenz belastet zu werden.

Ein Beispiel dafür ist der Rossaro Gipsbau, der sich auf das Stuckateurhandwerk spezialisiert hat. Innen- und Außenputz, Wärmedämmverbundsysteme, Trockenbau und Gerüstbau gehören zum Portfolio. Das ist auf den ersten Blick weit entfernt vom Autobahnbau, ergänzt das Gesamtangebot der Gruppe aber sinnvoll. Wer als Generalunternehmer auftreten will, braucht genau solche komplementären Kompetenzen unter einem Dach.

Nationale Lieferfähigkeit trotz regionalem Fokus

Trotz des klaren regionalen Schwerpunkts ist Rossaro laut eigenen Angaben national tätig. Das spiegelt sich auch in den Referenzprojekten wider. Aufträge am Stuttgarter Flughafen und beim Bahnhof Stuttgart 21 zeigen, dass das Unternehmen auch bei Großprojekten mit entsprechendem Medieninteresse und politischer Komplexität lieferfähig ist. Stuttgart 21 ist bekanntlich eines der meistdiskutierten Infrastrukturprojekte Deutschlands, und Teil der ausführenden Unternehmen zu sein, ist durchaus ein Referenzwert.

Zahlen, die für sich sprechen

Manchmal sagen Kennzahlen mehr als lange Beschreibungen. Bei Rossaro lohnt ein genauer Blick:

  • Gründungsjahr: 1879
  • Mitarbeiterzahl: fast 140 Personen
  • Jahresumsatz: mehr als 40 Millionen Euro
  • Generationen der Familienführung: vier
  • Aktionsradius: rund 100 km um Aalen
  • Tochtergesellschaften: fünf spezialisierte Bereiche

Diese Zahlen zeigen ein Unternehmen, das weder Kleinstbetrieb noch Großkonzern ist. Rossaro bewegt sich in jenem Bereich des Mittelstands, der das Rückgrat der deutschen Bauwirtschaft bildet. Groß genug für komplexe Infrastrukturprojekte, überschaubar genug für regionale Verlässlichkeit.

Was man von Rossaro lernen kann: Kontinuität als Wettbewerbsvorteil

In einer Branche, die von Preiskampf, Fachkräftemangel und volatilen Rohstoffpreisen geprägt ist, wirkt die Geschichte von Rossaro fast anachronistisch. Über 140 Jahre, vier Generationen, ein Standort in Aalen. Keine spektakuläre Fusion, keine Risikokapitalgeber, keine Expansion nach Übersee.

Und genau darin liegt möglicherweise das Erfolgsgeheimnis. Regionale Verwurzelung schafft Vertrauen, und Vertrauen ist in der Baubranche eine knappe Ressource. Wenn ein Auftraggeber weiß, dass das Unternehmen bereits den Großvater des heutigen Bürgermeisters als Kunden hatte, entsteht eine Art implizite Garantie, die kein Marketing replizieren kann.

Ob das Modell der familiengeführten Bauunternehmung langfristig trägt, wird die Zukunft zeigen. Die laufenden Großprojekte wie der B29-Ausbau und die Beteiligung an Stuttgarter Infrastrukturvorhaben deuten jedoch darauf hin, dass Rossaro auch in der nächsten Dekade eine feste Größe im süddeutschen Bauwesen bleiben wird.

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