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Lebensdauer von Photovoltaikanlagen
Photovoltaikanlagen gelten allgemein als Langzeitinvestitionen mit einer erwarteten Lebensdauer von oft 20 bis 25 Jahren. Für die Herstellergarantien häufig Erscheinungsbild zeigten. Trotzdem haben Studien ergeben, dass Photovoltaikmodule auch weit darüber hinaus funktionstüchtig sein können. Die realistische Lebensspanne kristalliner Photovoltaikmodule, ob poly- oder monokristallin, liegt bei 25 bis 40 Jahren bei sachgemäßer Behandlung und Wartung. Allerdings unterliegen Solarzellen dem natürlichen Phänomen der Degradation.
Hersteller garantieren in der Regel nach 10 Jahren noch mindestens 90 Prozent der Nennleistung und nach 20 bis 25 Jahren noch rund 80 Prozent. Energiewende und energieeffizienz machen Solaranlagen attraktiv, da gut verarbeitete Module theoretisch über 40 Jahre funktional bleiben können, wie auch das Fraunhofer-Institut berichtet. Eine regelmäßige Instandhaltung spielt zudem eine bedeutsame Rolle bei der Lebensdauer. Alle ein bis zwei Jahre wird eine Inspektion empfohlen, um die langfristige Dauerhaftigkeit sicherzustellen.
Haltbarkeit und Degradation von Photovoltaikmodulen
Die Haltbarkeit von Solarmodulen ist ein entscheidender Faktor für die langfristige Ertragssicherheit und die Gesamtleistung einer Photovoltaikanlage. Die Degradation von Solarmodulen beschreibt die natürliche Abnahme der Modulleistung über die Zeit. Dieser Prozess wird durch verschiedene Faktoren wie Temperaturschwankungen, Feuchte, UV-Strahlung und Hotspots beeinflusst.
Polykristalline Solarmodule weisen in der Regel eine Lebensdauer von 25 bis 35 Jahren auf, während monokristalline Photovoltaikmodule oftmals 30 bis 40 Jahre halten. Innerhalb dieser Zeit ist jedoch eine gewisse Leistungsabnahme unvermeidlich. Die jährliche Degradation wird oft mit 0,5% angegeben, aktuelle Forschungen vom Fraunhofer ISE zeigen jedoch, dass diese bei modernen Solarmodulen eher bei 0,15% pro Jahr liegt.
Materialfehler wie Delamination oder Fehler in den Lötverbindungen durch Temperaturschwankungen können die Lebensdauer der Module ebenfalls negativ beeinflussen. UV-Strahlung führt zur Verfärbung der EVA-Folie, was die Modulleistung mindern kann. Des Weiteren kann Feuchte zur Ablösung des EVA-Kunststoffs und zur Korrosion der Solarzelle führen.
Zusätzlich zur alterungsbedingten Degradation gibt es die lichtinduzierte Degradation (LID) und die potenzialinduzierte Degradation (PID). LID betrifft vor allem a-Si Dünnschichtmodule, während PID insbesondere bei Modulen mit fehlender galvanischer Trennung auftreten kann und die Leistung um bis zu 30% senkt.
Um die Ertragssicherheit zu gewährleisten, wenden Modulhersteller Glas-Glas-Module an, da diese eine höhere Beständigkeit gegenüber mechanischen Belastungen und Temperaturschwankungen aufweisen. Die Produktgarantie deckt normalerweise 5 bis 10 Jahre ab, während die Leistungsgarantie nach 10 Jahren mindestens 90% und nach 25 Jahren mindestens 80% der Nennleistung sicherstellt. Auch wenn die Leistung nach dieser Zeitspanne abnimmt, erzeugen viele Solarmodule auch nach 35 bis 40 Jahren weiterhin Energie.
Lebensdauer Photovoltaikanlage: Wechselrichter und andere Komponenten
Neben den Solarmodulen spielen Wechselrichter, Stromspeicher und Montagesysteme eine entscheidende Rolle für die Lebensdauer und Funktionsfähigkeit einer Photovoltaikanlage. Wechselrichter haben eine durchschnittliche Lebensdauer von etwa 15 Jahren. Laut einer Studie der Berner Fachhochschule, die 1195 PV-Systeme untersuchte, erlebten 34,3 % der Wechselrichter nach 15 Jahren ihren ersten Ausfall. Faktoren wie Installationsort, Vorhandensein von Optimierern und die Leistungskapazität der Wechselrichter beeinflussen ihre Lebensdauer maßgeblich.
Wechselrichter werden oft mit Garantiebedingungen von 5 Jahren verkauft, was nicht immer der erwarteten Lebensdauer entspricht. Argumente für den Kauf von erweiterten Garantien liegen daher nahe, besonders wenn man die Kosten für potenzielle Reparaturen und Wartungspläne in Betracht zieht. Ein umfassender Wartungsplan ist entscheidend für die maximale Effizienz und Haltbarkeit der Anlage. Die DIN VDE 0105-100 normiert Wartungsintervalle von vier Jahren, wobei die tatsächliche Frequenz je nach Umgebungsbedingungen variieren kann.
Batteriespeicher, die ebenfalls zu den Lebensdauer-Komponenten einer PV-Anlage gehören, unterscheiden sich stark in ihrer Haltbarkeit. Lithium-Ionen-Batterien können beispielsweise eine Lebensdauer von bis zu 25 Jahren erreichen, während Blei-Säure-Batterien meist nur zwischen 7 und 15 Jahren halten. Die Haltbarkeit der Stromspeicher hängt stark von der Technologie und den Ladezyklen ab.
Abschließend sei gesagt, dass Montagesysteme durch ihre Robustheit und Langzeitbeständigkeit bekannt sind und in der Regel die gesamte Lebensdauer der Photovoltaikanlage überstehen. Kontinuierliche Anlagenwartung und regelmäßiges Anlagen-Monitoring sind essenziell, um die verminderte Energieeffizienz durch Alterungsprozesse um ca. 0,15 % pro Jahr zu minimieren und den wirtschaftlichen Ertrag der Anlage zu maximieren.
